5 vegane Lederalternativen - wie du tierische Produkte vermeiden kannst

5 vegane Alternativen zu Leder - wie du tierische Produkte in deiner Kleidung vermeiden kannst
Vegan sein ist eine Geisteshaltung, die nicht beim Essen aufhört, sondern die sich auf alle Lebensbereiche erstreckt. Doch veganes Shoppen muss erlernt sein. Selbstverständlich verzichtest du als Veganer auf eindeutig tierische Produkte wie Leder, Wolle und Co., aber in vielen Kleidungstücken (selbst in Jeans) finden sich nicht gekennzeichnete Bestandteile tierischen Ursprungs.
Wachs auf Jacken, Federn im Innenfutter und Knöpfe aus Horn werden in der Artikelbeschreibung oft nicht erwähnt. Und mit dem bloßen Auge ist es oft schwer herauszufinden, ob das Produkt wirklich 100 Prozent vegan ist.
Hier findest du 5 vegane Alternativen zu Leder und erfährst, wie du tierische Produkte in deiner Kleidung vermeiden kannst.

Die 5 besten veganen Lederalternativen
Die 5 besten und bekanntesten nachhaltigen Alternativen zu Tierhäuten sind Ananas Leder, Leder aus Teakblättern, Kunstleder, Leder aus Obstresten und Kork. Mittlerweile haben aber auch Fasern aus Algen, Pilzen und Hanf ihren Weg in die veganen Online Shops gefunden.

Ananas Leder: Ebenso innovativ wie genial ist die Idee des Ananasleders. Diese Idee stammt ursprünglich von den Philippinen. Die Filipinos fertigen seit langer Zeit ihr Barong Tagalog, ein traditionelles, knielanges Kleidungsstück, aus der Faser der Ananas. Für die Gewinnung trennt man die Blätter der Pflanze in Faser auf und lässt diese anschließend hängend in der Sonne trocknen.
Die aus Spanien stammende Carmen Hijosa entdeckte dieses traditionelle Material für sich.
Sie gibt ihre Arbeit in der Leder Industrie auf und beginnt mit 50 Jahren noch einmal ein Textilstudium in Irland.
Nach ihrem Abschluss gründet sie eine eigene Firma und stellt dort zunächst Einzelstücke aus Ananasfasern her, die sie von den Philippinen liefern lässt.
Später gründet sie die Firma Pinatex und schließt Verträge mit großen Modemarken wie Adidas ab. Seitdem erobert Pinatex die vegane Welt in großen Schritten.
Das einzige Problem ist die begrenzte Produktion: für einen Quadratmeter Pinatex braucht man die Blätter von etwa 16 Ananas.
Dafür ist Ananas Leder ökologisch wertvoll und sozial verträglich, da Pinatex faire Preise an die Zulieferer zahlt. Um die Qualität der Produkte brauchst du dir keine Sorgen machen, Pinatex hat ein Gütesiegel für Haltbarkeit und Strapazierfähigkeit erhalten. Somit gehört Leder aus Ananas zu den besten Leder Alternativen auf dem Markt.

Teakblätter: Auch aus Teakblättern lassen sich inzwischen tolle Taschen und Geldbeutel herstellen. Die schönen Handtaschen von NUVI NOMAD lassen jedes Herz höher schlagen und bestehen aus einem Leder, dass aus thailändischem Teakholzblättern gewonnen wird. Die für die Taschen und Portemonnaies verwendeten Blätter werden in den Wäldern rund um Chiang Mai handverlesen und anschließend von einem Team aus der Region weiterverarbeitet. Die Produktentwicklung hat sich über mehrere Jahre hinweg erstreckt.
Das Resultat kann sich sehen lassen, das Unternehmen entwickelte ein nachhaltiges, ungiftiges und wasser- und schmutzabweisendes Endprodukt, das lange hält. Zudem ist Leder aus Teakblättern antibakteriell. Auch leaf family oder BELEAF bieten in Deutschland tolle Produkte aus Blattleder an.
Teakblätter Leder besteht zu 95% aus natürlichen Materialien und ist, wie PETA bestätigt, 100% vegan.
Das Unternehmen entwickelt gerade einen Weg, Leder aus Blättern auch in Deutschland herzustellen.

Kunstleder: Die gängigste Leder Alternative ist synthetisches Leder. Inzwischen sind Taschen, Jacken und Schuhe aus künstlichem Leder überall leicht erhältlich. Es besteht aus künstlich hergestellten Fasern und ist somit auf die Erdölchemie angewiesen. In Kunstlederprodukten werden Kunstharze, Lösemittel und Weichmacher verwendet, die nicht als ökologisch bezeichnet werden können und einen echten Nachteil für die Umwelt darstellen.
Abgesehen davon sind Kunstlederprodukte optisch kaum von tierischem Leder zu unterscheiden und ebenso stabil und langlebig. Aus diesem Grund ist Kunstleder natürlich eine sehr gute Alternative zu Tierhäuten, aber es gibt einen leichten Punktabzug für den Umweltfaktor. Besser sind Produkte aus recycelten Materialien. Viele Kunstfasern werden inzwischen aus alten PET Flaschen gewonnen.
Veganer, die auf ihren Geldbeutel schauen müssen, werden an synthetischem Leder kaum vorbeikommen, keine Lederalternative ist kostengünstiger.

Leder aus Obst
Vegane Mode kann in der Tat auch aus Obst hergestellt werden, genauer gesagt aus Trauben-Trester, Äpfeln und Bananen. Mit Trauben-Trester ist eine weitere, vegane Lederalternative entstanden. Vegea, ist eine italienische Marke, die aus den Traubenresten veganes Leder herstellt. Die Idee ist Gold wert, schließlich fallen in Italien jährlich sieben Milliarden Tonnen Trester an, mehr als genügend Material also für Vegea. Mit landwirtschaftlichen Abfallprodukten zu arbeiten ist eine geniale Idee, die in Europa auch zunehmend gefördert wird. Äpfel sind ebenfalls im Fokus. Aus Apfelresten lassen sich ebenfalls sehr innovative Materialien herstellen. Die Firma Frumat aus der Schweiz stellt aus getrockneten Apfelresten veganes Leder her. Fruitleather aus Rotterdam fertigt aus den Resten von Orangen, Äpfeln und Bananen stylische Designerstücke.

Kork
Diesen Rohstoff kennt man eher als Bodenbelag oder als Verschluss, doch die Rinde kann noch viel mehr. Kleidung aus Kork zum Beispiel. Bekannt ist die Rinde vor allem bei Schuhen, Korksohlen sind legendär. Bleed clothing hat den Rohstoff in der Modeindustrie auf ein neues Level gebracht und eine Korkjacke entworfen. Die Eigenschaften dieses natürlichen Materials überzeugen, es ist robust, atmungsaktiv und hat eine einzigartige Optik, für die noch nicht einmal ein Baum sterben muss.
Korkeichen werden geschält und die Rinde wächst immer wieder nach. Leder aus Korkeiche ist eine nachhaltige Alternative zu Tierleder.

Wie vermeide ich tierische Produkte in meiner Kleidung?
Leider gibt es bislang keine offizielle Kennzeichnung für Mode, die vegan ist. Die beste und einfachste Möglichkeit sind vegane Online Shops.
Diese Shops wählen ihr Sortiment ganz bewusst vegan aus und ersparen dir so viel Arbeit und Mühe. Und natürlich hilfst du deiner veganen Familie, die sich für das Wohlergehen der Tiere einsetzt. Zusammen ist man immer stärker.
Im Zweifelsfall kannst du bei anderen Shops oder bei dem Hersteller nachfragen und dir genaue Auskunft geben lassen. Die meisten Firmen sind da sehr kooperativ. Selbst wenn das Produkt nicht vegan sein sollte, gibt man dem Hersteller sein Interesse kund. Dies wird immer sehr geschätzt und hilft dem Verkäufer, Kundenbedürfnisse zu erkennen. Je mehr Kunden Interesse an veganen Produkten zeigen, desto besser. Vielleicht ermutigt deine Anfrage, die Firma zum Umdenken.
 
Wenn du in Zukunft auf einen veganen Kleiderschrank umsteigen möchte haben wir hier noch einige Tips für dich gesammelt.



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